Wohlbefinden, Kinderschutz & Schule
Mit Vertrauen in den Schüleraustausch
Das eigene Kind einer anderen Familie anzuvertrauen, ist ein großer Schritt. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, lernen jede Gastfamilie persönlich kennen und begleiten Ihr Kind während des gesamten Austauschs.
Zum Wohlbefinden gehört auch ein Schulalltag, in dem Ihr Kind Anschluss findet und sich gut aufgehoben fühlt. Deshalb sind die Vorbereitung auf die Gastschule und eine frühzeitig abgestimmte Rückkehr wichtige Teile des Austauschs.
Gut vorbereitet, persönlich begleitet
Die Familie kennenlernen
Persönliche Gespräche und ein Hausbesuch gehören zur Auswahl jeder Gastfamilie. In Deutschland gehört auch ein erweitertes Führungszeugnis dazu, im Ausland der entsprechende Nachweis des jeweiligen Landes.
Gemeinsam vorbereiten
Bei unseren Vorbereitungstreffen sprechen wir über den Alltag und die Erwartungen aller Beteiligten. Auch Fragen zur Schule gehören dazu. So wissen Kinder und Eltern, was sie erwartet und an wen sie sich bei Unsicherheiten wenden können.
In Verbindung bleiben
Feste Ansprechpersonen begleiten den Austausch. Beide Familien erhalten regelmäßig Rückmeldungen dazu, wie es den Kindern geht und welche Fortschritte sie in der neuen Sprache machen.
Ein Zuhause, in dem Ihr Kind ernst genommen wird
Ihr Kind soll sich in seiner Gastfamilie willkommen und respektiert fühlen. Ein liebevoller, gewaltfreier Umgang und die Achtung persönlicher Grenzen sind in unserem schriftlichen Schutzkonzept verankert.
Bei Heimweh, Unsicherheit oder Schwierigkeiten gilt: Wir hören zu und suchen gemeinsam nach einer Lösung. Kinder können sich auch direkt und vertraulich an ihre Ansprechperson wenden, unabhängig von der Gastfamilie. Bei Bedenken hinsichtlich der Sicherheit eines Kindes handeln wir nach den festgelegten Abläufen unseres Schutzkonzepts.
Hilfe, wenn sie gebraucht wird
Für Notfälle steht unseren Austauschfamilien rund um die Uhr ein Notfallkontakt zur Verfügung. Die Kontaktdaten erhalten Sie vor Beginn des Austauschs.
Wir bereiten den Austausch gemeinsam vor
Klare Absprachen geben Ihrem Kind und beiden Familien Orientierung. Vor der Abreise besprechen wir mit Ihnen, welche Unterlagen benötigt werden und wie Betreuung, Gesundheit und Schule gut aufeinander abgestimmt werden:
- Betreuung im Alltag: In Einwilligungen und Vollmachten wird festgehalten, welche Entscheidungen die Gastfamilie treffen darf. Außerdem vereinbaren wir, wie die Eltern erreichbar bleiben.
- Gesundheit und Versicherung: Wir besprechen besondere Bedürfnisse, Allergien oder Medikamente und prüfen mit Ihnen den passenden Versicherungsschutz.
- Reise: Wir unterstützen bei Reisedokumenten und den nötigen Einreiseformalitäten.
- Schulalltag und Rückkehr: Wir unterstützen Sie bei der Abstimmung mit den Schulen, damit Ihr Kind weiß, wie es während und nach dem Austausch schulisch weitergeht. Mehr dazu unter Gut aufgehoben in der Schule.
Auch bei einem Austausch innerhalb der EU kann eine Anmeldung am Wohnort erforderlich sein. Ist für ein Gastkind aus dem Ausland ein Aufenthalt in Deutschland von mehr als drei Monaten geplant, erfolgt die Anmeldung innerhalb von zwei Wochen nach Einzug. Informationen zur Anmeldung im Bundesportal.
Gut aufgehoben in der Schule
Ein großer Teil des Alltags Ihres Kindes spielt sich in der Schule ab. Dort entstehen Freundschaften, ein vertrauter Tagesablauf und das Gefühl, dazuzugehören. Zugleich können eine neue Unterrichtssprache und ungewohnte Anforderungen verunsichern. Wie der Schulbesuch vorbereitet und begleitet wird, ist deshalb wesentlich für das Wohlbefinden Ihres Kindes.
Frühe Absprachen mit beiden Schulen schaffen Orientierung: Wo wird Ihr Kind aufgenommen, was wird von ihm erwartet und wie geht es nach der Rückkehr weiter? Wenn diese Fragen geklärt sind, kann es sich mit mehr Sicherheit auf die neue Umgebung einlassen. Dabei helfen diese vier Schritte:
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1. Klarheit für die Zeit danach schaffen
Holen Sie vor der Abreise die Zustimmung der eigenen Schule ein. Klären Sie anhand des derzeitigen Leistungsstands, unter welchen Voraussetzungen Ihr Kind nach der Rückkehr in seiner regulären Jahrgangsstufe weiterlernen kann, und lassen Sie sich die Absprache bestätigen. Das gibt Orientierung und kann Sorgen nehmen, schulisch den Anschluss zu verlieren.
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2. Das Ankommen an der Gastschule vorbereiten
Die Gastschule muss die Aufnahme Ihres Kindes vor Beginn des Austauschs schriftlich bestätigen. Besprechen Sie auch den Einstieg in den Unterricht und an wen sich Ihr Kind bei Fragen wenden kann. Zu wissen, was es erwartet und wer ihm hilft, erleichtert die Orientierung in der neuen Schule.
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3. Lernfortschritte sichtbar machen
Die Gastschule kann auf Wunsch einen Bericht über die schulischen Leistungen Ihres Kindes erstellen. Er hilft der eigenen Schule, an das Gelernte anzuknüpfen und möglichen Unterstützungsbedarf zu besprechen. So lassen sich Erwartungen an die Rückkehr konkreter und für Ihr Kind verständlicher gestalten.
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4. Den Wiedereinstieg begleiten
Nach dem Austausch besucht Ihr Kind seine bisherige Schule in der vorab vereinbarten Jahrgangsstufe. Auch dieser Wechsel braucht Aufmerksamkeit: Besprechen Sie mit Ihrem Kind und der Schule, wie es wieder Anschluss findet und wo es gegebenenfalls Hilfe beim Lernstoff braucht. So bleibt sein Wohlbefinden auch nach der Heimkehr im Blick.
Wir begleiten Sie bei diesen Absprachen und unterstützen Sie im Kontakt mit beiden Schulen. Sprechen Sie uns auch an, wenn Ihr Kind Sorgen wegen der Schule hat. Seine Fragen und sein Erleben gehören ebenso zur Vorbereitung wie die nötigen Unterlagen.
Vertrauen beginnt mit einem Gespräch
Was ist Ihnen für Ihr Kind besonders wichtig? Wir nehmen uns Zeit für Sie.